9

Scheidenpilz: Ein unschöne Erinnerung an den Urlaub

Stress und Hektik

Wer freut sich schon nicht auf den Urlaub? Die Vorbereitungen bis es dann endlich so weit ist mit dem Urlaub, können allerdings ganz schön stressig sein. Am Arbeitsplatz gilt es Projekte zu übergeben oder noch schnell zu Ende zu bringen, bevor man in den Urlaub fährt. Nach der Arbeit warten oft noch letzte Einkäufe auf einen und packen sollte man ja auch noch. Stress und Hektik sind grundsätzlich guter Nährboden für Krankheiten. Das Immunsystem ist geschwächt und Krankheitserreger haben dadurch leichtes Spiel.

Wärme kann die Vermehrung von Scheidenpilzen fördern 

Oft lassen sich Pilzinfektionen aber auch einfach auf schlechte hygienische Bedingungen zurückführen. Ein klassisches Beispiel hierfür ist der Swimmingpool in der Hotelanlage. Im warmen Becken tummeln sich oft trotz Chlorwasser Bakterien und Pilze. Das Chlorwasser belastet zudem das Scheidenmilieu. Vielleicht weicht man also lieber auf das natürliche Meerwasser zurück, anstatt sich zwischen zahlreichen anderen Badegästen im hoteleigenen Pool zu tummeln. So oder so sollte man nach dem Baden die nassen Badesachen ausziehen, um Scheidenpilz keine Angriffsfläche zu bieten.

Duschen im Sommer ja, aber bitte mit Mass

Bei heissen Temperaturen neigen wir dazu häufiger zu duschen. Klar, normalerweise sind mit wärmeren Temperaturen auch Schweiss und ein gewisses Unwohlsein verbunden – ein vermehrtes Duschen ist also durchaus normal. Die Scheidenflora sollte jedoch nicht mit zu viel Seife und Intimsprays gereinigt werden. Die überaus empfindliche Scheidenflora wird ansonsten aus dem Gleichgewicht gebracht, wodurch Pilzinfektionen leichtes Spiel haben. Tipp: Waschen Sie Ihre Vagina mit Wasser und/oder einer milden Intimwaschlotion mit einem sauren ph-Wert (zwischen vier bis fünf). Dadurch schützen Sie Ihren Intimbereich am besten.

Andere Länder, andere Hefepilze?

Hierbei können wir ein wenig Entwarnung geben. Exotische Hefepilze werden eher selten aus dem Ausland nach Hause gebracht. Ganz oft versursacht der Candida albicans eine Vaginalmykose. Wird dieser angemessen behandelt und es ist keine Besserung in Sicht, so deutet dies auf einen anderen Hefepilz hin. In solch einem Fall gilt es für den Arzt die Art der Pilzkultur zu identifizieren, um die richtigen Massnahmen einleiten zu können.

gute Reise

Übrige Berichte

KOAG/KAG-nr. 3168-0313-0582